Interkulturelles Management überwindet Hindernisse

In großen Unternehmen prallen mitunter Welten aufeinander. Vor allem weltweit aufgestellte "Global Player" nutzen deswegen "Interkulturelles Management", um Probleme frühzeitig zu erkennen und aus dem Weg zu räumen.

Die Deutschen sind fleißig und korrekt, die Spanier temperamentvoll und in Asien erfährt man selten direkte Ablehnung, weil Asiaten niemanden kränken wollen. Dass dies nicht nur Vorurteile sind, sondern immer auch ein Quäntchen Wahrheit in diesen Aussagen steckt, wissen vor allem große Unternehmen, die weltweit aufgestellt sind und Tochterunternehmen in den verschiedensten Regionen der Welt besitzen. Denn die Kultur des jeweiligen Landes hat natürlich auch Auswirkungen auf Arbeitsweise oder Vertragsverhandlungen. Und da immer weniger Unternehmen sämtliche Firmenstandorte in einem einzigen Land konzentrieren, kommt es in der Wirtschaft auch immer häufiger zu Problemen zwischen „Mutter“ und „Tochter“, was in letzter Konsequenz schädliche Auswirkungen auf den Absatzmarkt haben könnte.

Damit so etwas gar nicht erst passiert, und Probleme frühzeitig aus dem Weg geräumt werden können, setzen vor allem die "Global Player" deswegen immer öfter auf "Interkulturelles Management". Mittlerweile gibt es sogar externe Beratungsfirmen, die sich ganz auf diesen Bereich spezialisiert haben und Unternehmen Unterstützung anbieten.

Sehr vereinfacht ausgedrückt, bedeutet interkulturelles Management eigentlich nichts anderes, als das Vermeiden und Ausräumen von Problemen und Missverständnissen, die sich zwangsläufig einstellen, wenn Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen aufeinandertreffen und miteinander Geschäfte machen oder arbeiten wollen. Die Art der Probleme ist dabei recht vielfältig und reicht von unterschiedlicher Ausdrucksweise in der Kommunikation bis hin zu unterschiedlichen Auffassungen von Arbeitsweisen.

Und genau an dieser Stelle setzt interkulturelles Management an. Um mögliche Probleme aus dem Weg zu räumen, gibt es beispielsweise die Möglichkeit, Führungspersonal zwischen Mutter und Tochter auszutauschen. Auf diese Weise lernt beispielsweise ein deutscher Ingenieur die Arbeitsweise und Arbeitsbedingungen in Indien kennen und kann dann, zurück in Deutschland, auf diese Besonderheiten eingehen. Im Optimalfall findet dieser Austausch zwischen Mutter und Tochter sogar schon vor der Gründung des Tochterunternehmens statt, sodass es gar nicht erst zu Problemen kommt. Denn ist das Kind erst einmal in den Brunnen gefallen ist es schwierig bis unmöglich, den Schaden wieder zu beheben und die entstandenen Probleme in den Griff zu bekommen.

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