Meer und Camping: Ostsee-Fans verbinden dies gerne

Seit der Wiedervereinigung gibt es ein neues El dorado für die Anhänger des Camping. Ostsee-Strände von mehr als 300 km Länge verlocken zum Baden und zu Stranderkundungen, die Hansestädte zu Besichtigungen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg rollte Ende der 50er, Anfang der 60er die große Urlaubswelle. Ganze Kolonnen fuhren gen Italien und mittendrin immer wieder erste Wohnwagen. Damit begann der Siegeszug einer neuen Art des Reisens: des Campens. Reisen mit Zelt, im Wohnwagen, im Caravan – es war und ist immer günstig und entlastet die Urlaubskasse.

Inzwischen haben viele Menschen schon lange nicht mehr nur die geschonte Reisekasse im Sinn, wenn sie sich für Camping entscheiden: Die luxuriösen Wohnmobile können allemal mit Hotelzimmern konkurrieren. Wer heute campt, sucht die Natur, die Unabhängigkeit, die Ungezwungenheit, die Mobilität und Spontaneität beim Reisen.

Viele Menschen steuern ihre Wohnmobile gerne ans Meer, weil es – neben den Sehenswürdigkeiten der Anrainerstädte – so viele Freizeitmöglichkeiten bietet. Seit der Wiedervereinigung gibt es neue Küsten zu erforschen, neue Ziele fürs Camping. Ostsee-Strände der ehemaligen DDR locken und ergänzen die schon früher beliebten schleswig-holsteinischen Campingplätze. Da sich die Hansestädte wie Perlen an der Ostsee aufreihen, gibt es viel zu besichtigen. Von Lübeck über Wismar, Rostock bis Stralsund kann man sich überall in geschichtsträchtigen Städten ergehen. Campingplätze und Campingführer gibt es zuhauf; man kann auch auf Erfahrungsberichte im Internet zurückgreifen. Wer das Strandleben und die Natur vorzieht, hat ebenfalls die Qual der Wahl. Seebäder, auf das Schönste restauriert, Inseln wie Rügen, mit dem Wohnmobil leicht zu erreichen und hervorragend geeignet für jede Form von Camping. Ostsee-Naturparks bzw. Naturschutzgebiete gibt es nicht nur auf Rügen, sondern in großer Zahl in allen an die Ostsee angrenzenden Bundesländern.

Selbstverständlich kann man auch Wassersport und Camping verbinden. Die Kieler Bucht z. B. bietet dafür hervorragende Möglichkeiten, steht hier aber nur stellvertretend für beinahe alle Abschnitte der Ostseeküste.

Eine wesentliche Gruppe der Camper sind die Familien mit kleinen Kindern. Die Vorteile für einen Campingaufenthalt mit dem Nachwuchs liegen auf der Hand. Die Kleinen finden relativ leicht Anschluss an andere Kinder, Camper sind meist weniger „störanfällig“ als Hotelgäste, die Verpflegungsfrage kann relativ einfach gelöst werden. Auch für sie ist die Ostsee ein gutes Ziel. Es gibt viele flachabfallende und auch breite Sandstrände zum Burgenbauen, wie zum Beispiel den Kinderstrand in Heiligendamm oder Timmendorf.

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